Frischtext im März

wortweisheit :: Auffordernder Satzbeginn statt Zu-Konstruktion! In der deutschen Sprache haben wir leider oft Formulierungen, die deshalb so schwer zu verstehen sind, weil das Wichtigste erst am Ende zu lesen ist. So wie im letzten Satz ;-). Tipp für leichtere Lesbarkeit: Lösen Sie Zu-Konstruktionen auf und schreiben Sie das Verb an den Satzanfang. Also statt „… ist zu klicken“ besser „Klicken Sie bitte auf…“. Denn Zu-Konstruktionen sind oft Zumutungen.


wortwissen :: Rund ums Lesen haben uns Eltern einiges eingebläut – manches weiß man heute besser. Hier 3 gängige Mythen. Erstens: Lesen bei schwachem Licht schadet dem Sehvermögen? Nein, das Lesen bei Kerzenschein unter der Decke verursachte keine Sehschäden – höchstens Hausbrände. Zweitens: Das Lesen von Kleingedrucktem schadet den Augen? Wieder nein, obwohl es zu Überanstrengung führen kann. Drittens: Die Brille macht die Augen schlechter? Sie bewirkt höchstens, dass Ihnen die Sicht ohne Brille schlechter erscheint, hat aber keine negativen Auswirkungen auf Ihr Sehvermögen. Mehr Infos zu solchen Lese-Mythen finden Sie hier.

 


wortwehr :: Wir alle wissen: Die Umgangsformen im Netz sind manchmal rau. Aber muss man sich alles gefallen lassen? Erfrischend, wie selbstbewusst Social-Media-Teams mancher Unternehmen sind. 2018 löste Dr. Oetker sogar einen regelrechten Hype aus. Auf den trolligen Tweet „Eure Schokopizza schmeckt nach Hurensohn“ gaben sie die Antwort „Gierig gewesen und in den Finger gebissen?“. Auch die Zeitung DIE WELT hat mit launig-selbstbewussten Postings à la „Taschentuch?!“ oder „Sagt dir das deine Glaskugel?” gute Erfahrungen gemacht: Sie haben ihre Mitgliederanzahl in nur einem Jahr verdoppelt.

 

ver1fachen statt ver2feln Text vereinfachen, damit Lesende nicht verzweifeln

 


wortbildungen :: Ihre Texte brauchen einen Frischekick? Diese Wortbildungsseminare gibt es diesen Frühling noch:

Gähntechnikfreie Jobinserate :: Do, 19.3.2020, 9–14 Uhr, Wien

Interne Kommunikation mit Fan Faktor :: Di, 24.3.2020, 13-17 Uhr

Gähntechnikfrei Texten :: Mi, 22.4.2020, 13-17 Uhr