Neue wortwelt-Studie: Wortnebel behindert Recruiting

Die Sprache von über 150 Jobinseraten haben wir unter die Lupe genommen: 2 von 3 Anzeigen sind unnötig kompliziert formuliert, nur jede 4 liefert ein klares Bild der Aufgaben.

 

Wer seinen Traumjob sucht, landet allzu oft im Wortnebel – so der Succus unserer Arbeit. Eintönige Job-Floskeln, Hauptwortstil und Schachtelsätze sind der Stoff, aus dem viele Stellenanzeigen gemacht werden. „Schade, da verschenken Unternehmen Differenzierungspotenzial an einem ganz wichtigen Kontaktpunkt“, findet unser Partner und Studienautor Johannes Angerer. „Wer mehr passendere Bewerbungen will, muss exakter formulieren. Nur ¼ der Jobinserate liefert etwa eine klare, greifbare Beschreibung der Aufgaben.“ Hier laden Sie den kostenlosen Studienbericht herunter 

Klare Ansagen ziehen passende Menschen an
Wer einen Job sucht, will vor allem wissen, wie sein Arbeitsalltag aussieht. „In der Anzeige steht zum Beispiel ‚Konzeptentwicklung‘. Doch was bedeutet das? 20 Stunden pro Woche alleine im Büro oder reger Austausch mit 3 kreativen Köpfen?“, fragt Angerer. Beides wäre für unterschiedliche Typen von Mitarbeitenden anziehend, der Überbegriff an sich lässt zu viel Interpretationsspielraum offen.

 

Essenzielle Faktoren fehlen: Team & Sinn
Mit wem man zusammenarbeitet und wozu man sich anstrengt, das sind für die allermeisten Menschen ganz wichtige Aspekte ihrer Arbeit. Davon liest man in Stelleninseraten kaum etwas. Nur 9 % der Anzeigen erklären Sinn und Zweck. Und ganze 2 Inserate von 150 beschreiben das direkte Umfeld.

 

Auch sprachhandwerklich sind viele Anzeigen eher mangelhaft. 2 von 3 Stelleninseraten sind unnötig kompliziert formuliert. Die meisten leiden an „akuter Substantivitis“. Bei dieser Sprach-Krankheit verstecken sich die konkreten Tätigkeiten gut hinter klobigen Hauptwörtern wie ‚Durchführung von X‘ und ‚Koordinierung von Y‘.

 

Scharfer Text bringt mehr bessere Bewerbungen
Was Klarheit und Verständlichkeit in Stelleninseraten bewirken können, weiß Angerer aus zahlreichen Projekten: „Schärft man den Text, steigt die Zahl potenziell guter Bewerbungen deutlich. Und manchmal gelingt auch der ,perfect match‘.“
 

Fragen zur Studie oder zum Thema?
Studienautor Johannes Angerer steht Ihnen gerne Rede und Antwort:

j.angerer@wortwelt.at oder + 43 664 1378001

 

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Hier geht’s zum Seminar: „Gähntechnikfreie Jobinserate“ mit Johannes Angerer